Forschungsthemen

  • Auslöser für BPSD ist primär der Umgang (in erster Linie der Pflegenden) mit den (körperlichen) Bedürfnissen. Beziehungsgestaltung während der Basispflege-Situationen.
  • Menschen mit einer Demenz fühlen sich überfordert und gestresst durch die Missachtung ihrer zentralen Lebensthemen/ Haltung.
  • BPSD tritt häufiger im Zusammenhang mit Basispflegesituationen auf, im Vergleich zum Rest des Tages.
  • Basispflege-Situationen betreffen Situationen, bei denen es um körperliche Bedürfnisse UND psychosoziale Bedürfnisse geht.
  • Bei der Beziehungsgestaltung zwischen Pflegepersonen und PmeD + BPSD ist die Haltung beider entscheidend für ihr jeweiliges Verhalten.
  • psychosoziale Bedürfnisse stehen im direkten Zusammenhang mit den zentralen Lebensthemen der Person und mit ihren BPSD.
  • Die Haltung der Pflegepersonen wird z.B. durch das Konzept der Person-zentrierten Pflege beschrieben und sollte durch die Person-konsolidierende, basale GeVAV-Pflege das Verhalten der Pflegenden bestimmen.
  • PmeD versuchen mit ihren lebenslang bewährten Copingstrategien den Stress bzw. die Überforderung abzuwenden. Für sie ist das sogenannte herausfordernde Verhalten (BPSD) „Not-wendig“.
  • BPSD tritt besonders häufig und entscheidend für das Erleben bzw. die Stressschwelle der PmeD, innerhalb von Basispflege-Situationen auf.
  • Basispflege bei PmeD wird in erster Linie von Assistenz- und Hilfspersonal durchgeführt, die jedoch nicht mit den passenden individuell adaptierbaren (und praktikablen) Pflegekonzepten (Person-zentrierte Beziehungsgestaltung mit basaler GeVAV-Pflege) vertraut sind.
  • BPSD tritt auch in Häusern, die ihre Pflege als Person-zentriert ausweisen seltener auf, wenn die Pflegenden in basaler GeVAV-Pflege geschult wurden
  • Basale GeVAV-Pflege kann BPSD reduzieren und kann die Neuroleptika-gabe reduzieren oder gar erübrigen.
  • Pflegepersonen (und besonders Assistenzpflegende) erleben höhere Selbstwirksamkeit und Arbeitszufriedenheit durch basale GeVAV-Pflege.
  • Wie wirkt sich die basale GeVAV-Pflege bzw. die Interaktion auf der Gefühls-Ebene, auf die Interaktion aus –im Vergleich zu einer emotionalen Distanzierung und Versachlichung bei konventioneller Pflege von PmeD + BPSD?
  • Basale GeVAV-Pflege wird von Pflegeassistenzpersonen als praktikable Hilfe bei der Beziehungsgestaltung innerhalb der Basispflege von PmeD + BPSD erlebt
  • Basale GeVAV-Pflege ermöglicht PmeD + BPSD mit bewährten Verhaltensweisen zu agieren und sich so als Person zu erleben
  • basale GeVAV-Pflege kann Person-konsolidierend wirken.  Auch wenn Biografiearbeit kaum möglich ist.
  • (Validation ist nicht Person-konsolidierend, da MmeD dabei eher re-agieren und nicht das Gefühl erleben zu agieren.)
  • Basispflegesituationen werden meist als „Standard-Pflege“ geplant – selten in der „individuellen Pflegeplanung“.
  • die klassische Grundpflege soll primär pysische Bedürfnisse befriedigen und lässt die psychosozialen eher unbeachtet.